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Die Kokoserde

Posted by on 15. Juli 2017

Der Ursprung:

In Indien und Sri Lanka befinden sich viele Kokosplantagen, um die Weltweite Nachfrage nach Kokosöl und Kokosnüssen zu decken.
Als Abfallprodukt fällt die Kokosnussschale an, auch (Mesakarpium) genannt. Diese wurde bisher meistens aufgeschüttet zu großen Bergen und dann verbrannt. Dies schadete nicht nur den Arbeitern der Fabriken, sondern der Rauch zog auch bei Wind aus bestimmten Windrichtungen, ins Landesinnere. Wo der Rauch auch Familien und Tiere erreichte. Des weiteren ist die Menge ausgestoßenes CO2 nicht unerheblich und trägt somit seinen Teil zum Klimawandel bei.
Eine Kompostierung der Fasern der Kokosnusshülle dauert durch den hohen Lignin Anteil sehr lange, ca. 3-5 Jahre dauert es bis die Fasern vollständig verottet sind. Aufgrund der großen Mengen die bei der Kokosnuss und Kokosöl Produktion anfallenden Kokosnussschalen und der langen Verottungszeit der Fasern, eignet sich die Kompostierung leider nicht zur Entsorgung der großen Mengen Kokosnussschalen.
Eine Verarbeitung der Fasern zu Kokoserde bringt Abhilfe in der Verwertung der anfallenden Mengen Kokosnussschalen.

Kokosnussbedarf:

In vielen Anbaugebieten der direkte Verbrauch der Kokosnuss im Vordergrund. An feierlichen Anlässen in Indien und bei religiösen Zeremonien wird die Kokosnuss verwendet. Zu den üblichen und notwendigen Lebensmitteln gehört die Zubereitung des Fruchtfleisches, ob frisch, getrocknet oder als Öl. Reiche wie auch arme Bürger essen das Fruchtfleisch gleichermaßen zu Reis oder als diverse Süßspeisen. Die Ernte der Kokosnuss erfolgt, bevor sich das Fruchtfleisch (Copre) an der Schalenwand gebildet hat.

Kokoserde Herstellung:

Die Kokosnusschalen werden in extra dafür errichteten Kokoserde Fabriken gesammelt. Dadurch wird ein großer Teil nicht mehr verbrannt und trägt somit aktiv zum Umweltschutz bei. Die Kokosfasern der Kokosnussschalen werden mit Süßwasser gewaschen um eine bestmögliche Ausgangsbasis für die Kokoserde zu haben.
Dadurch werden Salzeinlagerungen die später den PH-Wert der Kokoserde beeinflussen könnten, heraus gewaschen. In einem aufwendigen Sortierungsprozess werden das Granulat das zwischen den Fasern der Kokosnussschale zu finden ist und die groben von den feinen Fasern getrennt. Zusätzlich werden komplette Kokosnussschalen gehäckselt. Aus diesen und den groben Fasern, entsteht später der Mix grob/fein.
Durch die Thermische Sterilisation werden eventuell vorhandene Insekten, Sporen, Bakterien und Samen Umweltschonend nur durch Hitze abgetötet. Somit ist sichergestellt das der Endverbraucher, nach dem einpflanzen seiner Pflanzen in Kokoserde, keine bösen Überraschungen erlebt. Zu oft wurde schon bei günstiger Blumenerde beobachtet, das Insektenlarven schlüpfen oder nach dem einpflanzen, fremde Samen keimen.
Zusätzlich wird in einem gesonderten Arbeitsgang der Kokoserde durch Dehydration noch die restliche Feuchtigkeit entzogen.
Die fertig gemischte Kokoserde („fein“ enthält wie der Name schon sagt nur feines Granulat und kurze Fasern. “ Mix“ enthält einige kurzen und viele Lange Fasern + Kokoshackschnitzel, diese wirken als extra große Wasserdepots in der Kokoserde. Da sich diese mit besonders viel Wasser vollsaugen, und es langsam wieder abgeben.) wird nun maschinell in die gewünschnten Formen abgefüllt und unter sehr hohem Druck, auf ein siebtel des Ausgangsvolumen zusammengepresst. Hierdurch erhält man die Kokosblock Form, die je nach Pflanzwunsch in vielen Größen verfügbar ist. Zu guter letzt werden die einzelnen Blöcke noch foliert. So kann man die Blöcke nun auch in jeder Schublade oder Schrank lagern, ohne diesen zu verschmutzen.

Kokoserde Vorteile:

Kokoserde bietet viele Vorteile gegenüber normaler Blumenerde. Diese wären:

Der Umweltaspekt, es werden keine Moore dafür trockengelegt und Lebensraum vieler Tier und Pflanzenarten vernichtet.
Durch die enorme Wasserspeicherkapazität, lassen sich die Gießintervalle erheblich verlängern.
Kein unnötiges Gewicht der Kokoserde durch Wasser, wie es bei Blumenerdesäcke üblich ist. 70 Liter wiegen nur ca. 5Kg. Was wiegt ein 70L. Sack Blumenerde?
Durch die Trockenheit der Kokoserde, kann diese nahezu unbegrenzt und fast überall gelagert werden. Es können keine Fliegen schlüpfen, wie bei Blumenerdesäcken.
Als Mulchschicht verhindert die Kokoserde erfolgreich die Verschlammung des Bodens. Dies bewirkt eine bessere Aufnahme von Niederschlag, da dieser gleich an die tieferen Erdschichten weitergeleitet wird, anstatt darüber hinweg zu fließen.
Als Beimischung bewirkt die Kokoserde eine krümelige Struktur des Substrates und bessere Wasserspeicherung.

Kokoserde Gebrauch:

Der Gebrauch von Kokoserde ist relativ einfach und simpel. Es wird lediglich ein Behältnis und Wasser, eventuell noch einen Handelsüblichen Dünger gebraucht um die Kokoserde als Pflanzsubstrat zu verwenden. Die Kokoserde- Ziegel,Blöcke oder Quelltabletten werden in das Behältnis gelegt und die entsprechend der gewählten Größe angegebenen Menge Wasser darüber gegossen. Warmes Wasser und vermischen mit den Händen beschleunigt den Aufquellprozess sehr. Wenn eine Vordüngung der Kokoserde gewünscht wird, kann man einfach dem Aufquellwasser Handelsüblichen Pflanzendünger in vorgeschriebener Dosierung beigeben. Die Kokoserde saugt sich damit voll und gibt die Nährstoffe gleichmäßig wieder an die Pflanzen ab.

Verwendung der verschiedenen Kokosprodukte:

Kokoserde Quelltabletten, sind zum auffüllen kleinerer bis mittlerer Pflanzgefäße entwickelt worden. Diese eignen sich durch die kleinen Bestandteile der Kokosquelltabletten auch hervorragend als Anzuchtsubstrat für Samen oder Stecklinge.
14 Kokosquelltabletten + 500ml ergeben ca. 1 Liter fertige feine Kokoserde.

Kokoserde Quelltabletten mit Netz, diese werden zur Samen oder Stecklingszucht benutzt. Der Vorteil ist, dass das Netz die Kokoserde in einem Zylinder zusammenhält. Somit können die Kokos Quelltabletten versetzt werden ohne auseinander zu fallen. Die meisten Zimmergewächshäuser besitzen Aussparungen im Boden, wo genau diese hineinpassen.

Kokoserde Ziegel “fein“, ist aus Kokosgranulat und kurzen Kokosfasern zusammengesetzt. Zur Verwendung in der Pflanzenaufzucht, sowie auch zu Pflanzen Kultivierung. Durch die praktische Größe von ca. 9 Litern bekommt man fast einen ganzen Eimer voller Erde aus einem Ziegel.

Kokoserde Ziegel “mix“, besteht aus groben Hackschnitzeln der Kokosnusshülle und lange Kokosfasern. Das Substrat eignet sich hervorragend zur kultivierung von Zimmerpflanzen oder zur Beimischung im Beet, Gewächshaus, Blumenbeet usw.. Als Mulchmaterial sehr gut geeignet und beugt Bodenverschlammung effektiv vor, dadurch wird fallender Niederschlag sofort und ohne abfließen in tiefere Erdschichten weitergeleitet. In hoher Stärke ab 3cm aufgetragen auch Unkrautunterdrückend!

Kokoserde Terrariumziegel, hergestellt als Bodengrund für Terrarien. Hier wurde besonders acht auf die Zusammenstellung des Substrates gelegt, in Hinsicht auf die Sicherheit der Tiere. Enthält keine Verunreinigungen wie Steine, Holz, Pilze oder Pestizide. Ein guter Bodengrund fürs Terrarium, da Urin sofort gebunden wird!

Kokoserde 70L. Block, wurde konzipiert für den großen Pflanzbedarf im Garten oder einfach bei größeren Umtopfaktionen. Vermischt mit 18Litern Wasser ergibt dieser nur 5Kg. Schwere Block, fast eine ganze Schubkarre voller Kokoserde. Dadurch haben Sie immer viele Liter der guten Kokoserde bereit zur Verwendung.

Kokoserde Grow Bags, die Zusammensetzung von 70% fein und 30% Grobanteil ist bestens zur Kultivierung von Pflanzen geeignet. Durch den Beutel in dem er geliefert wird, ist er sofort Einsatz bereit und zwar ohne Blumentopf. Der Beutel dient als solcher, also kann der GrowBag direkt bepflanzt werden. Durch kleine Löcher kann überschüssiges Wasser ablaufen und verhindert somit effektiv Wurzelfäule.

Kokosfaser Pflanztöpfe, werden wie der Name schon sagt aus der Kokosfaser in Verbindung mit Naturkautschuk hergestellt. Der Vorteil dieser Pflanztöpfe besteht in der Offenheit der Topfwand. Somit können die Wurzeln mit mehr Sauerstoff versorgt werden und können in die Fasern einwachsen. Dadurch entstehen keine Drehwurzeln mehr, wie bei normalen Töpfen. Wenn die Wurzeln schon etwas durchgedrungen sind, wird einfach der nächstgrößere Kokosfaser Pflanztopf als neuer Topf genommen. Der alte Topf wird einfach mit etwas neuer Erde in den neuen gestellt. Somit umgeht man den bekannten Umpflanzshock der Pflanzen. Man kann auch die Kokosfaser Pflanztöpfe direkt in den Garten einpflanzen. Dieser verottet nach ein paar Jahren vollständig.

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